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Presse

Sie möchten über die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) berichten? Gerne stehen wir Ihnen für Interviews, Pressetermine oder die Anfragen für Bildmaterial zur Verfügung. In unserem Presse-Bereich finden Sie als Medienvertreter:innen Informationen zum Pressekontakt sowie unsere aktuellen Pressemitteilungen.

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Aktuelles

Pressevertreter:innen finden in dieser Übersicht die aktuellen Pressemitteilungen. Sie benötigen Informationen aus unserem Archiv? Gerne helfen wir Ihnen weiter – nehmen Sie direkt Kontakt zu uns auf.

Baden-Baden und Landkreis Rastatt werden MINT-Cluster

Mehr als 20 Lernorte werden aufgebaut und ausgestattet

Datum der Veröffentlichung:
11.  Juni 2024

Unter dem Projekttitel EleMINT werden mit Unterstützung des CyberForum e.V., der Stadt Baden-Baden und der Ohlebusch gGmbH bis Ende 2026 in Baden-Baden und dem Landkreis Rastatt soll MINT-Bildung für Kinder und Jugendliche flächendeckend zugänglich gemacht werden. Damit leistet das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung von Zukunftskompetenzen an junge Menschen.

Das Projekt EleMINT basiert auf dem erfolgreichen Konzept der “technika | Karlsruher Technik-Initiative” und setzt auf die Nutzung von technischem Spielzeug wie fischertechnik, um MINT-Themen zu vermitteln. Seit 2013 wurden so an über 150 mit fischertechnik ausgestatteten Lernorten mehr als 10.000 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 16 Jahren spielerisch an MINT-Themen herangeführt und für Technik und Informatik begeistert.

MINT-Bildung für alle

Sowohl an schulischen als auch außerschulischen Bildungsorten sowie an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren werden die unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder und Jugendlichen berücksichtigt und ihre intrinsische Motivation für MINT-Themen gefördert. In Ferienprogrammen, Workshops und Veranstaltungen werden sie nicht nur technisches Wissen und soziale Kompetenzen erwerben, sondern auch Selbstwirksamkeit erleben – frei nach dem Motto: Entdecken – Verstehen – Zukunft gestalten.

Weitere Informationen: www.mint-festival-karlsruhe.de

 

 

Die Rohstoffwende kann kommen

Vorstellung der Bioökonomiestrategie für die TechnologieRegion Karlsruhe.

Datum der Veröffentlichung:
06. Mai 2024

Die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) hat am 22. April 2024 ihre Bioökonomiestrategie RE²source vorgestellt. Über 90 Gäste, die an der Veranstaltung bei der IHK Karlsruhe teilnahmen, zeugten vom großen Interesse an der Thematik.

Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, unterstrich in seinem Grußwort die wachsende Bedeutung der Bioökonomie für Baden-Württemberg und betonte: „Mit der zunehmenden Urbanisierung stehen wir vor der Herausforderung Stoffströme zu organisieren, effizient zu nutzen und Rohstoffe im Kreislauf zu führen. Wir erwarten daher, dass die Skalierung biotechnologischer Verfahren für die Reststoffverwertung und der Ausbau entsprechender Infrastrukturen von Priorität und ein wichtiger Wirtschaftsbereich zur Sicherung einer nachhaltigen Prosperität sind. Diesen Zukunftstrend schon heute in der TechnologieRegion Karlsruhe konkret beobachten zu können, ist ein sehr positives Zeichen.“

In seiner Keynote hob Dr. Roland Breves, Vorstandsvorsitzender des Clusters Industrielle Biotechnologie (CLIB e.V.), die Potenziale und Dynamik der Bioökonomie hervor und betonte die Bedeutung einer kooperativen Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren: „Die zirkuläre Bioökonomie bietet die Möglichkeit, wirtschaftlichen Erfolg durch neue Allianzen und Geschäftsmodelle zu erreichen. Mit der Verbindung unseres Clusters mit dem TRK-Akteursnetzwerk ergeben sich Chancen für einen beiderseitigen Kompetenzaufbau, von dem Akteure im gesamten Wertschöpfungsnetz profitieren.“

Die Vorstellung der Bioökonomiestrategie erfolgte durch Vertreter der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH (TRK GmbH) sowie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) und des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB). Dabei wurde deutlich, dass die intensive Zusammenarbeit der vergangenen zwölf Monate mit Akteuren aus Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft auch weiter der Schlüssel für den Erfolg sein wird.

Lenz Sulzer von der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH fasste die Ziele des Strategieprozesses zusammen und betonte die Bedeutung des Innovationstransfers für die Region: „Die TechnologieRegion Karlsruhe kann die benötigten Lösungen für die Rohstoffwende in einer zukunftsgerichteten Wirtschaft bereitstellen. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit wird darauf liegen, anschauliche Beispiele für die Nutzung nachwachsender Ressourcen und Reststoffverwertung durch neue biotechnische und chemische Verfahren mit Demonstratoren aufzuzeigen und Anlaufstellen zu schaffen, damit die Unternehmen in der Region die Chancen dieses Strukturwandels noch besser wahrnehmen können.“

Dass die Bioökonomie bereits in vielen Facetten erfolgreich Einzug in die TRK hält, zeigten verschiedene konkrete Beispiele aus der Praxis: Die Alpha-Protein GmbH aus Bruchsal, die Stadtwerke Ettlingen GmbH, das Team Sauberes Karlsruhe und das EnergyLab 2.0 des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) präsentierten ihre Ansätze und Erfahrungen aus Projekten im Bereich der Bioökonomie. Und die steckt tatsächlich überall – auch dort, wo man zuerst an ganz andere Themen denkt – zum Beispiel bei der SEW-Eurodrive GmbH & Co. KG aus Bruchsal.

Katrin Alt aus der Entwicklungsabteilung der SEW-Eurodrive erklärt: „Das Grundöl für unser ‘GearFluid Poly by SEW-Eurodrive’ synthetisieren wir aus nachhaltiger Biomasse. Der CO2-Wert des Grundöls ist gegenüber konventionellen Polyglykol-Schmierstoffen um 84 % geringer. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Nutzung von fossilen Rohstoffen. Im Vergleich zu herkömmlichen Bio-Ölen ermöglichen wir mit dem GearFluid Poly außerdem eine um 300 % längere Gebrauchsdauer und höchste Energie-Effizienz unserer Antriebe.“

Die TechnologieRegion Karlsruhe als Innovationsregion hat also zurecht den Anspruch, sich als führende Bioökonomieregion etabliert zu haben. Unter anderem ist sie eine der 29 durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) ausgezeichneten Beispielregionen für industrielle Bioökonomie. Hier arbeitet sie seit dem vergangenen Herbst zusammen mit über 20 Partnern aus Deutschland im BMWK-Projekt “TransBIB” zur Vernetzung und Beschleunigung des Transferprozesses in die Industrie.

 

Vorstellung der Bioökonomiestrategie für die TechnologieRegion Karlsruhe.

Datum der Veröffentlichung:
06. Mai 2024

Die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) hat am 22. April 2024 ihre Bioökonomiestrategie RE²source vorgestellt. Über 90 Gäste, die an der Veranstaltung bei der IHK Karlsruhe teilnahmen, zeugten vom großen Interesse an der Thematik.

Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, unterstrich in seinem Grußwort die wachsende Bedeutung der Bioökonomie für Baden-Württemberg und betonte: „Mit der zunehmenden Urbanisierung stehen wir vor der Herausforderung Stoffströme zu organisieren, effizient zu nutzen und Rohstoffe im Kreislauf zu führen. Wir erwarten daher, dass die Skalierung biotechnologischer Verfahren für die Reststoffverwertung und der Ausbau entsprechender Infrastrukturen von Priorität und ein wichtiger Wirtschaftsbereich zur Sicherung einer nachhaltigen Prosperität sind. Diesen Zukunftstrend schon heute in der TechnologieRegion Karlsruhe konkret beobachten zu können, ist ein sehr positives Zeichen.“

In seiner Keynote hob Dr. Roland Breves, Vorstandsvorsitzender des Clusters Industrielle Biotechnologie (CLIB e.V.), die Potenziale und Dynamik der Bioökonomie hervor und betonte die Bedeutung einer kooperativen Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren: „Die zirkuläre Bioökonomie bietet die Möglichkeit, wirtschaftlichen Erfolg durch neue Allianzen und Geschäftsmodelle zu erreichen. Mit der Verbindung unseres Clusters mit dem TRK-Akteursnetzwerk ergeben sich Chancen für einen beiderseitigen Kompetenzaufbau, von dem Akteure im gesamten Wertschöpfungsnetz profitieren.“

Die Vorstellung der Bioökonomiestrategie erfolgte durch Vertreter der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH (TRK GmbH) sowie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) und des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB). Dabei wurde deutlich, dass die intensive Zusammenarbeit der vergangenen zwölf Monate mit Akteuren aus Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft auch weiter der Schlüssel für den Erfolg sein wird.

Lenz Sulzer von der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH fasste die Ziele des Strategieprozesses zusammen und betonte die Bedeutung des Innovationstransfers für die Region: „Die TechnologieRegion Karlsruhe kann die benötigten Lösungen für die Rohstoffwende in einer zukunftsgerichteten Wirtschaft bereitstellen. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit wird darauf liegen, anschauliche Beispiele für die Nutzung nachwachsender Ressourcen und Reststoffverwertung durch neue biotechnische und chemische Verfahren mit Demonstratoren aufzuzeigen und Anlaufstellen zu schaffen, damit die Unternehmen in der Region die Chancen dieses Strukturwandels noch besser wahrnehmen können.“

Dass die Bioökonomie bereits in vielen Facetten erfolgreich Einzug in die TRK hält, zeigten verschiedene konkrete Beispiele aus der Praxis: Die Alpha-Protein GmbH aus Bruchsal, die Stadtwerke Ettlingen GmbH, das Team Sauberes Karlsruhe und das EnergyLab 2.0 des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) präsentierten ihre Ansätze und Erfahrungen aus Projekten im Bereich der Bioökonomie. Und die steckt tatsächlich überall – auch dort, wo man zuerst an ganz andere Themen denkt – zum Beispiel bei der SEW-Eurodrive GmbH & Co. KG aus Bruchsal.

Katrin Alt aus der Entwicklungsabteilung der SEW-Eurodrive erklärt: „Das Grundöl für unser ‘GearFluid Poly by SEW-Eurodrive’ synthetisieren wir aus nachhaltiger Biomasse. Der CO2-Wert des Grundöls ist gegenüber konventionellen Polyglykol-Schmierstoffen um 84 % geringer. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Nutzung von fossilen Rohstoffen. Im Vergleich zu herkömmlichen Bio-Ölen ermöglichen wir mit dem GearFluid Poly außerdem eine um 300 % längere Gebrauchsdauer und höchste Energie-Effizienz unserer Antriebe.“

Die TechnologieRegion Karlsruhe als Innovationsregion hat also zurecht den Anspruch, sich als führende Bioökonomieregion etabliert zu haben. Unter anderem ist sie eine der 29 durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) ausgezeichneten Beispielregionen für industrielle Bioökonomie. Hier arbeitet sie seit dem vergangenen Herbst zusammen mit über 20 Partnern aus Deutschland im BMWK-Projekt “TransBIB” zur Vernetzung und Beschleunigung des Transferprozesses in die Industrie.

 

Zentrum für zukunftsweisende Mobilitätsentwicklung

Das Karlsruhe Mobility Lab präsentiert sich vom 14. bis 16. Mai 2024 auf der IT-TRANS in der Messe Karlsruhe

Datum der Veröffentlichung:
23. April 2024

Erneut bündeln die Mobilitätsakteure der Region ihre Kompetenzen im Karlsruhe Mobility Lab und präsentieren sich gemeinsam auf der IT-TRANS – Internationale Konferenz und Fachmesse, die vom 14. bis 16. Mai 2024 in der Messe Karlsruhe stattfindet. Auf dem Gemeinschaftsstand stellen die Partner des Labs ihre Projekte vor – von Möglichkeiten der besseren Verkehrsanbindung zwischen Stadt und Land über On-demand Verkehre bis hin zu autonomem Fahren. Neben einem umfangreichen Vortragsprogramm direkt am Stand stehen drei Tage lang auch Testen, Anfassen und Ausprobieren auf der Agenda. Als Partner des Karlsruhe Mobility Labs sind unter anderen mit dabei das KIT, das KAMO: Karlsruhe Mobility High Performance Center, das FZI Forschungszentrum Informatik und das Deutsche Zentrum Mobilität der Zukunft.

 

Das Karlsruhe Mobility Lab der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) steht für ein einzigartiges Ökosystem, in dem Wissenschaft, Wirtschaft, die öffentliche Hand und innovative Verkehrsunternehmen Hand in Hand arbeiten. Gemeinsam entwickeln sie interdisziplinäre Lösungen für die mobile Welt von morgen. Diese werden in die Praxis umgesetzt, analysiert und mit Bürger*innen getestet. Durch seine Partner ist das Lab ein weltweit anerkanntes Zentrum für die Entwicklung von intelligenten Konzepten für die urbane und regionale Mobilität der Zukunft. „Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt beim Karlsruher Mobility Lab auf der Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sowie der Entwicklung gänzlich neuer Mobilitätskonzepte“, erläutert Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH. „So tragen Forschende aus der Region wesentliche Bausteine zur Mobilitätswende weltweit bei. Die Mobilitäts- und TechnologieRegion Karlsruhe kann sich zu Recht als Vorreiter in Sachen nachhaltiger Mobilitätsentwicklung bezeichnen.“

Auch Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe ist von der Bedeutung des Projekts überzeugt: „Im Karlsruhe Mobility Lab wird die Zukunft der Mobilität gestaltet – und wir freuen uns, dass dieser kreative Think Tank unserer Karlsruhe Player seine Innovationskraft wieder mit einem Stand auf der IT-TRANS präsentiert. Die Verkehrswende kann nur gelingen, wenn Wirtschaft, Wissenschaft und öffentliche Hand an einem Strang ziehen. Hier in Karlsruhe wird das beispielhaft vorgelebt – Ergebnis sind spannende Projekte, die Mobilität auf das nächste Level heben können.”

 

Auf dem Gemeinschaftsstand (Y3/dm arena) präsentiert das Karlsruhe Mobility Lab über drei Tage zukunftsorientierte Mobilitätskonzepte und Initiativen, die diese voranbringen:

  • Das Deutsche Zentrum Mobilität der Zukunft (DZM) als Zusammenschluss von Karlsruhe, Hamburg, Minden und Annaberg-Buchholz im Bereich Mobilität präsentiert Leuchtturmprojekte wie On-demand-Shuttleverkehre und Zwei-Wege-Fahrzeuge für die Schiene.
  • Der InnovationsCampus Mobilität der Zukunft (ICM) demonstriert, wie durch Cloud-Technologie skalierbare Lösungen und verbesserte Funktionalitäten für vernetzte Fahrzeuge realisiert und der Betrieb energetisch optimiert werden kann.
  • Das KAMO: Karlsruhe Mobility High Performance Center stellt Beispielprojekte mitunter zu autonomem Fahren, intermodaler Fortbewegung und nachhaltiger Mobilität vor. Darunter das Leuchtturmprojekt „Country-2-City“-Bridge, das nachhaltige und attraktive Verkehrsangebote zwischen Stadt und Land im Rahmen des DZM erforscht.
  • Das FZI Forschungszentrum Informatik zeigt am Beispiel smarter Haltestellen auf, wie bestehende städtische Infrastruktur den Betrieb automatisierter Shuttles unterstützen kann. Sowohl die Haltestelle als auch das Fahrzeug sind mit Sensoren ausgerüstet, deren Daten eine Künstliche Intelligenz nutzt, um nicht nur die Sicherheit von Verkehrsteilnehmern zu erhöhen, sondern auch die Skalierbarkeit für automatisierte und vernetzte Fahrzeuge im Verkehrsumfeld zu steigern.
  • Ziel von regioKArgo ist es, ein nachhaltiges, ganzheitliches Logistikkonzept für die Region Karlsruhe zu entwickeln. Die Projekte LogIKTram, URBANE und regioKArgoTramTrain werden am Stand vorgestellt und sollen in den Regelbetrieb übergehen.
  • Das gemeinsame Mobilitätsportal der TechnologieRegion Karlsruhe und der Stadt Karlsruhe bietet umfassende Informationen zu Mobilitätsthemen in Baden, der Südpfalz und im Nordelsass. Die Plattform liefert kostenlos und größtenteils in Echtzeit Daten zu Kraftfahrzeug- und Radverkehr, ÖPNV sowie zur multimodalen Mobilität.

Auf dem Messestand findet an allen drei Messetagen ein Vortragsforum mit zahlreichen spannenden Vorträgen und Projekteinblicken statt. Beispielsweise präsentiert die INIT das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsprojekt „KARL – KI für Arbeit und Lernen in der Region Karlsruhe“, in dem ein digitaler Vorschlagsassistent für ÖPNV-Leitstellen entwickelt wird. Das Projekt stellt in der Region Karlsruhe die zentrale Anlaufstelle für Fragen zu KI in der Lern- und Arbeitswelt dar und vereinigt 17 Projektpartner. Sie alle sammeln Erkenntnisse zur Gestaltung der Arbeitswelt von morgen und erproben diese modellhaft für explizite KI-Anwendungsfälle. Das vollständige Vortragsprogramm ist unter www.trk.de/mobility zu sehen.

 

Zudem präsentiert sich das Karlsruhe Mobility Lab am Mittwoch, 15. Mai 2024 von 11 bis 12 Uhr in einem IT-TRANS Market Update Forum. In der Session „Improving public transport beyond city limits“ stellt das Lab den Messebesucher*innen und Konferenzteilnehmer*innen aktuelle Lösungsbausteine für einen integrativen und nahtlosen öffentlichen Verkehr der Zukunft vor.

 

Die Region genießt aufgrund ihres innovativen Klimas Anerkennung von Politik und Wissenschaft. Namhafte Unternehmen wie INIT oder PTV haben hier ihren Sitz und exportieren erfolgreich Mobilitätslösungen „Made in TechnologieRegion Karlsruhe“ in die ganze Welt. Sie beherbergt bedeutende Institutionen wie das Baden-Württemberg Institut für nachhaltige Mobilität und einen Standort des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft (DZM). Als Hochschul- und Forschungsstandort zeichnet sich die TechnologieRegion Karlsruhe durch eine hohe Dichte an Forschungsprojekten und Einrichtungen im Bereich Mobilität aus. „Mit unserer interdisziplinären angewandten Forschung und dem Ökosystem des Karlsruhe Mobility Lab wollen wir die Mobilität der Zukunft mitgestalten.”, so Dr.-Ing. Miriam Ruf vom Fraunhofer ICT und Leiterin der KAMO-Geschäftsstelle. Das KAMO: Karlsruhe Mobility High Performance Center ist ein Zusammenschluss der Karlsruher Institutionen für Forschung, Lehre und Transfer (FZI Forschungszentrum Informatik, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Hochschule Karlsruhe sowie die vier Karlsruher Fraunhofer Institute ICT, IOSB, ISI, IWM), die zusammen mit Partnern aus Wirtschaft, Gesellschaft und öffentlicher Hand innovative, interdisziplinäre Mobilitätslösungen entwickeln.

 

Auch die Geschäftsführerin des KIT-Zentrums Mobilitätssysteme, Dipl.-Ing. Eva-Maria Knoch sieht die Region als Hotspot für wegweisende Konzepte für die Mobilität der Zukunft und freut sich auf die IT-TRANS: „Wir fokussieren uns auf Mobilitätslösungen, die auf der Idee der vernetzten Mobilität entlang von Mobilitätsketten basieren. Als Partner des Karlsruhe Mobility Lab stellen wir unsere Forschung zu zukünftigen öffentlichen Verkehrssystemen mit besonderem Fokus auf die Nutzerakzeptanz vor und freuen uns auf anregende Diskussionen.”

 

Partner des Karlsruhe Mobility Lab auf der IT-TRANS 2024 sind die wesentlichen Mobilitätsplayer der Region.

Neben der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH sind das: Automotive Engineering Network e.V. (AEN), Deutsches Zentrum Mobilität der Zukunft (DZM), FZI Forschungszentrum Informatik, INIT Group, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit dem InnovationsCampus Mobilität der Zukunft (ICM), dem Leistungszentrum KAMO: Karlsruhe Mobility High Performance Center und dem KIT-Zentrum Mobilitätssysteme, Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) mit Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG) und Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), Messe Karlsruhe, PTV Planung Transport Verkehr GmbH, Tiefbauamt der Stadt Karlsruhe, TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK) sowie UITP Regional Training Centre Karlsruhe.

 

IT-TRANS – Internationale Konferenz und Fachmesse

Die IT-TRANS ist die führende internationale Fachmesse und Konferenz, die sich auf Digitalisierung und intelligente Lösungen für den öffentlichen Verkehr spezialisiert hat. Das Event in Karlsruhe ist der zentrale Branchentreffpunkt für alle, die im ÖPV zuhause sind: Fokusthemen sind  unter anderem KI, Bezahlung und Ticketing, Cybersecurity, Data Governance und vieles mehr. Veranstalter der IT-TRANS sind seit 2008 die UITP – The International Association of Public Transport und die Messe Karlsruhe in Kooperation.  Die IT-TRANS findet vom 14. bis 16. Mai 2024 in der Messe Karlsruhe, Deutschland, statt.

Ausschreibung Innovationspreis NEO2024: TechnologieRegion Karlsruhe sucht wegweisende Lösungen in der Kreislaufwirtschaft

Einreichungsfrist bis zum 4. Juni

Datum der Veröffentlichung:
9. April 2024

Der diesjährige Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft. Angesichts der drängenden globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Energiewende, Nachhaltigkeit und Ressourcenknappheit ist die Förderung innovativer Ansätze zur Schließung von Produkt- und Rohstoffkreisläufen von entscheidender Bedeutung. Diese Lösungen spielen eine wesentliche Rolle dabei, die Wirtschaft nachhaltiger zu gestalten und im internationalen Wettbewerb zu bestehen.

„Preiswürdig können Aktivitäten sein, die zur Vermeidung von Abfall und zur Verbesserung der Effizienz bei der Nutzung von Ressourcen beitragen. Dies kann die Reduzierung des Materialverbrauchs, die Verlängerung der Produktlebensdauer, das Recycling und die Wiederverwertung von Produkten und Materialien umfassen“, erläutert Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH.

Der Innovationspreis NEO wird sowohl national als auch grenzüberschreitend, im französischen Elsass, ausgeschrieben. Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen und Einzelpersonen sind eingeladen, ihre wegweisenden Ideen und Projekte einzureichen, die zur Entwicklung und Umsetzung der Kreislaufwirtschaft beitragen.

„Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, nicht nur wirtschaftlich erfolgreich zu sein, sondern auch Verantwortung für unsere Umwelt zu übernehmen. Die Kreislaufwirtschaft ist kein Trend, sondern eine Notwendigkeit. Sie ist die Chance für Unternehmen, Innovation zu fördern und gleichzeitig einen positiven Beitrag für unsere Welt zu leisten“, betont Dr. Frank Mentrup, Vorsitzender des Aufsichtsrats der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH und Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe.

Der Wettbewerb erfolgt in zwei Stufen: Bis zum 4. Juni 2024 bewerben sich die Teilnehmenden mit einer Kurzbeschreibung in Deutsch oder Englisch über die TRK-Webseite. Eine hochkarätige Fachjury mit Vertreter:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik trifft eine Vorauswahl und fordert von maximal zehn Projekten weiterführende Ausarbeitungen an. Aus diesen nominiert sie anschließend bis zu fünf Einreichungen für die Preisverleihung. Die Finalisten präsentieren ihre Ideen am Tag der Preisverleihung dem Publikum, bevor die Preisträger:innen des NEO2024 bekanntgegeben werden. Neben dem mit 20.000 Euro dotierten Jurypreis wird erneut ein von Nussbaum Medien gestifteter Publikumspreis vergeben. Die Preisverleihung findet am 5. Dezember in der TechnologieRegion Karlsruhe statt.

Weitere Informationen zur Bewerbung und zu den Teilnahmebedingungen finden Sie unter trk.de/neo2024

49. Sitzung der Regionalkonferenz der TechnologieRegion Karlsruhe

Zukunft der Kultur – Dialog auf Augenhöhe

Datum der Veröffentlichung:
5. April 2024

Wenn Kultur und Wirtschaft zusammenkommen, geht es nicht per se um Geld und Sponsoring. Das machte die 49. Sitzung der Regionalkonferenz der TechnologieRegion Karlsruhe mehr als deutlich. Kooperation auf Augenhöhe war vielmehr der Wunsch aller Beteiligter.

„Wir wollten mit dem Format einer Diskussionsrunde mit den wichtigsten Kulturplayern der Region etwas Neues innerhalb der Regionalkonferenz schaffen“, erklärt deren Vorsitzender und IHK-Präsident Wolfgang Grenke. „Wir haben im IHK Haus der Wirtschaft ein Podium geboten zur Vernetzung der Welten. Wir sollten uns bewusst machen, dass wir über eine im internationalen Vergleich außergewöhnliche Kulturlandschaft verfügen, die viel zu oft als selbstverständlich angesehen wird.“ Kultur bedeutet Lebensqualität, darin waren sich alle einig. „Sie ist zudem ein wichtiger Standortfaktor. Wenn wir Menschen in unserer Region halten oder in unsere Region ziehen wollen, ist dies ein Pfund, mit dem man wuchern kann. In der Konkurrenz der Regionen ist unser außergewöhnliches Angebot an kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen ein klares Alleinstellungsmerkmal. Die TechnologieRegion Karlsruhe hat nicht ohne Grund den Slogan “Hightech trifft Lebensart”, denn die Kultur ist in ihren vielfältigen Ausprägungen ein wichtiger Standortfaktor, auch aus wirtschaftlicher Sicht. Dies wird gerade auch vor dem Hintergrund des Fach- und Arbeitskräftemangels zunehmend eine Rolle spielen.” Grenke hob in diesem Zusammenhang die Kooperation zwischen dem Welcome Center der TechnologieRegion (TRK) und dem Badischen Staatstheater hervor.

Auch Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup betonte: „Mit dem Beginn neuer Ären in einigen Häusern blicken wir auf spannende Zeiten in unserer regionalen Kulturszene, die vielleicht sogar auf das ganze Land ausstrahlt. Allen Beteiligten ist bewusst, dass Kultureinrichtungen immer stärker Orte der Diskussion werden, die auch für die jüngeren Generationen attraktiv sein müssen.“

Wolf E. Rahlfs, Intendant der Badischen Landesbühne Bruchsal, wünscht sich den eingangs genannten Dialog auf Augenhöhe. „Wir sind keine Bittsteller“, erklärt der ehemalige Schauspieler und Regisseur ganz entschieden. Ähnlich sieht es Johannes Graf-Hauber, Direktor des Badisches Staatstheaters Karlsruhe. „Wir suchen und nutzen Kooperationen mit der Wirtschaft. Zum Beispiel im Bereich 3D-Druck für unsere Bühnenbilder. Oder, mit Blick auf die TRK-Wasserstoffoffensive stelle ich mir die Frage: Warum können wir nicht als Theater einen Wasserstoff-Lkw für unsere Flotte testen?“ Auch eine effiziente und nachhaltige Theatersanierung sei ohne Kooperationen mit der Wirtschaft nicht zu schaffen.

Nachhaltigkeit ist übrigens auch ein Herzensthema von Nicola May, Intendantin des Stadttheaters Baden-Baden. Ihr Wunsch an die Region auf die von Moderator Dr. Volkmar Baumgärtner, Geschäftsführer der KulturRegion Karlsruhe, gestellte Frage: Eine besserer ÖPNV-Anbindung des Theaters. Nicht zuletzt auch im Sinne der Nachhaltigkeit. Sie machte außerdem klar, dass Theater zeitlos und (fast) krisenfest sei. Es brauche letztlich nur einen Menschen auf der Bühne und einen Menschen im Publikum. Eine Kunst des Augenblicks.

Hier kam ein zweites wichtiges Thema ins Spiel: Für May wie auch Rahlfs sind Theater und Kultur vor allem analog, nicht im Sinne des Gegensatzes zu digital, sondern als Orte der Begegnung von den Menschen im Publikum oder idealerweise auch mit den Personen auf der Bühne. Vielleicht auch als Orte der Begegnung mitten in der Stadt. Aus der Not eine Tugend machen, muss beispielsweise Prof. Dr. Frédéric Bußmann, Direktor der Kunsthalle Karlsruhe. Closed but open nennt es Baumgärtner. „Wir sind ein nomadisches Museum“, erklärt Bußmann, „angewiesen auf Kooperationen, beispielsweise mit dem ZKM, das den Ausstellungen eine neue Heimat gegeben hat, die aus der Not geboren, eine Strategie für die Zukunft darstelle. Dies zeige, dass Museum mehr sei als ein Ort. Auch hier gibt es Möglichkeiten zur Kooperation mit der Wirtschaft, nämlich in Partnerschaft für eine nachhaltige Erweiterung der Kunsthalle.

Ähnliches steht Prof. Dr. Eckart Köhne, Direktor des Badischen Landesmuseums, bevor, dessen Heimat, das Karlsruher Schloss, ab Herbst 2025 saniert werden soll. Er hofft auf Asyl in der Innenstadt. „Kultur ist schließlich ein wichtiger Standortfaktor für Tourismus und der Bestandteil einer lebenswerten Innenstadt.“

Alistair Hudson, seit einem Jahr und zwei Tagen Vorstand des ZKM, will das Museum in seine dritte Ära, in das Kapitel „Post-Digitales Bauhaus“ führen. Der Engländer setzt, wie könnte es anders sein, auf internationale digitale Kooperationen, die Zeit und Raum unwichtig machen und den Fokus der Kulturwelt nicht mehr ausschließlich auf die Kulturmetropolen dieser Welt lenkt. Auch Karlsruhe könne hier, nicht zuletzt dank der Kooperation zwischen Kultur, Wirtschaft und Technologie, mit außergewöhnlichen Innovationen punkten.

Die Subventionen für die Kultureinrichten sahen alle Beteiligten als gerechtfertigt an. „Die Investition in eine lebenswerte Gesellschaft ist auf jeden Fall ihr Geld wert.

Blick in die TRK

Den traditionellen Blick auf die Aktivitäten der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH lieferte Geschäftsführer Jochen Ehlgötz. Wie schon erwähnt, setzt die Region stark auf den H2-Wasserstoff als ganz wichtigen Energieträger für die zukünftige Energieversorgung der Region und als Beitrag zur CO2-Neutralität. „Wir besitzen hier enorme Kompetenzen auf diesem Gebiet. Innerhalb unseres Projektes, „Klimaschutz und Wertschöpfung durch Wasserstoff – KWH2“ wollen wir Wege aufzeigen, Rahmenbedingungen definieren und planen eine erste Modellierung durch das Projektkonsortium H2iPortKAMod im Rheinhafen.“

Ehlgötz kündigt in diesem Zusammenhang die Woche des Wasserstoffs vom 17. bis 21. Juni 2024 in der IHK Karlsruhe an.

Weitere Schwerpunktthemen der TRK sind eine nationale und eventuell internationale Vernetzung im Bereich der Bioökonomie. Es werde gerade an einer Bioökonomiestrategie für die Region gearbeitet, die am 22. April in der IHK vorgestellt wird. Auch der Innovationspreis NEO 2024 beschäftigt sich mit dem Thema Nachhaltigkeit. Gesucht werden Innovationen der Kreislaufwirtschaft.

Abschließend wurde das Film- und Serienfestival Baden-Baden vorgestellt, das als einer der wichtigsten Branchentreffs gilt.

Regionalkonferenz TRK (Quelle: IHK)

Zweiter Kunstpreis in der TechnologieRegion Karlsruhe ausgelobt

Noch bis zum 26. April können Sie sich online für den 2. Kunstpreis bewerben, der im Sommer 2025 verliehen wird

Datum der Veröffentlichung:
25. März 2024

Der Kunstpreis richtet sich an Künstler*innen, die in der TRK ihren Lebens- und Schaffensmittelpunkt. Die Grundidee des Kunstpreises ist die Herausforderung insbesondere von kritischen Stimmen zum Thema KI vor dem Hintergrund der Vielfältigkeit der Anwendungen und der Anwendungs-gebiete. Daher fordert die TRK Künstler*innen explizit dazu auf, sich kritisch insbesondere mit den Risiken dieser inzwischen nicht mehr ganz neuen Technologie auseinanderzusetzen.
 
Die vollständige Ausschreibung finden Sie unter kunstpreis-in-der-trk.de

Öffentlicher Nahverkehr: Effiziente Angebote fürs Pendeln zwischen Stadt und Land

Das Deutsche Zentrum Mobilität der Zukunft startet in Karlsruhe mit einem Standortprojekt zur besseren Verkehrsanbindung zwischen Stadt und Umland

Datum der Veröffentlichung:
8. März 2024

Auf dem Land leben und in der Stadt arbeiten – für viele Menschen ist das eine Herausforderung. Lückenlose, effiziente Verkehrssysteme sind im ländlichen Raum noch selten und bieten oft keine Alternative zum eigenen Auto. Wie sich ein Verkehrsangebot zwischen Stadt und Land nachhaltig und attraktiv gestalten lässt, untersuchen nun Forschende im Projekt Country to City Bridge – C2C Bridge am Standort Karlsruhe des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft (DZM). Unter Leitung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) liegt der Fokus auf ÖPNV-Angeboten wie geteilt genutzten autonomen Ruftaxis und intelligenten Umsteigehubs. Dabei wollen die Forschenden neben den technischen Fragen vor allem die gesellschaftliche Akzeptanz von neuen Mobilitätstechnologien betrachten.
 
„Um auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität alle mitzunehmen, brauchen wir überzeugende, effektive und lückenlose Lösungen für das Pendeln zwischen Stadt und Umland“, sagt Professor Oliver Kraft, in Vertretung des Präsidenten des KIT. „Mit dem starken disziplinen- und institutionenübergreifenden Ansatz von C2C Bridge können wir entscheidend zur Entwicklung solcher Lösungen beitragen.“
 
„In C2C Bridge bündeln langjährige Partner ihre Kompetenzen, um planerische Konzepte und die dazu passenden technischen Lösungen zu entwickeln. Dabei sind die Bedürfnisse und das Feedback der Nutzerinnen und Nutzer von Anfang an Teil der Arbeit“, so Professor Thomas Hirth, Vizepräsident Transfer und Internationales des KIT.
 
„Mit der Entwicklung des ‚Karlsruher Modells‘ hat unsere Region in der Vergangenheit bereits wichtige Grundlagen für nachhaltige Mobilität in Stadt und Umland geschaffen“, fügt Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup hinzu. „Nun gilt es, weitere Angebote zu integrieren – und hierbei ist C2C Bridge ein vielversprechender Ansatz. Wir freuen uns, dass die Fächerstadt einmal mehr Pionierarbeit leistet.“
 
Autonome Mobilitätsdienste mit hoher gesellschaftlicher Akzeptanz
 
Im täglichen Berufsverkehr in Deutschland ist ein PKW durchschnittlich nur mit 1,1 Personen besetzt, entsprechend hoch sind Flächen- und Energiebedarf sowie die daraus resultierenden CO2-Emissionen pro Person im Pendelverkehr. In C2C Bridge untersuchen die Forschenden, wie sie die derzeitigen Lücken im öffentlichen Verkehrsangebot schließen können. „Uns geht es ganz besonders auch darum, zu schauen, welche Aspekte, auch welcher Individualisierungsgrad entscheidend dafür sind, dass Menschen ihr Mobilitätsverhalten ändern können und möchten“, sagt Professor Frank Gauterin, Leiter des Instituts für Fahrzeugsystemtechnik des KIT und Sprecher des Konsortiums von C2C Bridge.
 
Ziel ist es, einen Mobilitätsdienst mit hoher gesellschaftlicher Akzeptanz zu erarbeiten, der auf neuen, automatisierten Fahrzeugkonzepten und deren vernetztem Betrieb basiert. So sollen automatisierte Ruf-Sammeltaxis im ländlichen Raum einen Service bieten, der es möglich macht, effizient zum Ziel zu kommen. Zugleich sollen sie darauf ausgerichtet sein, bis zu vier Personen, Rollstuhl, Kinderwagen und Gepäck zu befördern. Am Stadtrand wird in Mobilitätsstationen ein Umstieg auf den konventionellen ÖPNV oder weitere alternative Verkehrsmittel wie beispielsweise Leihräder möglich sein. Somit werden ländliche Gegenden an die Stadt angebunden. „Darüber hinaus sollen die Fahrzeuge künftig in der Lage sein, in dichtem Verkehr aufeinanderfolgend im Konvoi, auch Platoon genannt, zu fahren, um weniger Raum einzunehmen und gleichzeitig Sicherheit und Effizienz zu verbessern“, so Gauterin.
 
Analyse des Mobilitätsbedarfs der Gesellschaft
 
Um bedarfsgerechte Lösungen erarbeiten zu können, sind die Forschenden im engen Dialog mit allen Beteiligten: „Damit wir ein differenziertes Verständnis für die Mobilitätsbedarfe in der Stadt und auf dem Land bekommen, werden wir in einen intensiven Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern, potenziellen Betreibern, Stadtplanerinnen und -planern sowie Fahrzeugherstellern gehen“, sagt Professor Peter Vortisch, Leiter des Instituts für Verkehrswesen am KIT. Dazu gehöre auch, dass die Forschenden in C2C Bridge unterschiedliche Fahrzeuge und Infrastrukturen vorstellen werden. Basierend auf der Analyse wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer zweiten Projektphase Prototypen von Fahrzeugen und Mobilitätsstationen entwickeln und bauen. „Das Verkehrsangebot wird mit konstantem Feedback von Nutzerinnen und Nutzern entwickelt, um den optimalen Übergang zwischen Stadt und Land zu erforschen“, so Vortisch.
 
Das KIT hat das Standortprojekt C2C Bridge initiiert und ist mit insgesamt 12 Instituten daran beteiligt. Konsortialpartner sind das FZI Forschungszentrum Informatik, ein Innovationspartner des KIT, das Baden-Württemberg Institut für Nachhaltige Mobilität an der Hochschule Karlsruhe, das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT, das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI sowie das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB. Gemeinsam bilden diese Karlsruher Mobilitätsforschungseinrichtungen das Forschungscluster „KAMO: Karlsruhe Mobility“, in dem sie bereits seit 2016 in verschiedenen Projekten zusammenarbeiten.
 
C2C Bridge und das Deutsche Zentrum Mobilität der Zukunft
 
Das Gesamtvorhaben Country to City Bridge — C2C Bridge startete Anfang 2024 und wird bis 2027 laufen. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr fördert den ersten Teil des Projekts mit 12,3 Millionen Euro.
 
Das Vorhaben ist eingebettet in das Deutsche Zentrum Mobilität der Zukunft (DZM), das mit seinen vier Standorten Hamburg, Annaberg-Buchholz, Minden und Karlsruhe ein bundesweites Forschungsnetzwerk aufspannt und Expertise in der Mobilitätsforschung bündelt. Während der Projektlaufzeit und darüber hinaus vernetzen sich die Standorte über eine Reihe von Veranstaltungen. Diese dienen der Kommunikation in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie der Kooperation der Standorte untereinander. Jährlich rollierende Konferenzen, Seminare und Winter Schools bringen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Standorte zusammen. Eine kontinuierliche Abstimmung zwischen den Projekten auf Arbeits- und Leitungsebene erschließt Synergien und erlaubt es, die Projektergebnisse auf Übertragbarkeit zu überprüfen.
 
Weitere Informationen: fast.kit.edu/Projekte
 
Verkehrssysteme für einen optimalen Übergang zwischen Stadt und Land untersuchen Forschende im Projekt C2C Bridge. (Abbildung: KAMO 2024)
Verkehrssysteme für einen optimalen Übergang zwischen Stadt und Land untersuchen Forschende im Projekt C2C Bridge. (Abbildung: KAMO 2024)

TRK freut sich über die Förderung des Projektes "TransBIB" - TRANSFERNETZWERK ZUR BESCHLEUNIGUNG DER INDUSTRIELLEN BIOÖKONOMIE

Über 20 Akteure aus den Beispielregionen der industriellen Bioökonomie bündeln im bundesweiten Förderprojekt TransBIB ihre Kompetenzen. Ihr Ziel: Deutschlands Transformation zur industriellen Bioökonomie beschleunigen. Das Projekt wird vom BMWK mit 5,6 Mio. EUR gefördert.

Datum der Veröffentlichung:
27. Februar 2024

Das Konzept der Bioökonomie zielt darauf ab, die Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Rohstoffen zu verringern und stattdessen auf biologische, erneuerbare Ressourcen sowie biogene Reststoffe zu setzen. Der Ansatz verbindet ökologische Nachhaltigkeit mit wirtschaftlichem Wachstum. Hierbei spielen Innovationen in den Bereichen Biotechnologie, grüne Chemie und nachhaltige Ressourcennutzung eine wichtige Rolle.

Der Transfer von bioökonomischen Entwicklungen aus den Forschungslaboren in die industrielle Produktion verläuft jedoch nur sehr schleppend. Schon heute stehen in Deutschland vielversprechende bioökonomische Lösungen zur Verfügung, häufig jedoch nicht in der nötigen Anwendungsreife für die industrielle Produktion. Biotechnologische Innovationen die erfolgreich im Labor entwickelt wurden, müssen erst in einer industrieorientierten Umgebung validiert werden, bevor die Produktion skaliert und eine Marktakzeptanz mit entsprechender Investitionsbereitschaft erzeugt werden kann. Da eine hierfür notwendige Testumgebung bspw. der Bau von Demonstrationsanlagen sehr kostenintensiv und mit technischen, sowie regulatorischen Herausforderungen verbunden ist, sprechen Fachleute in dieser Phase des Technologie-Reifemodells vom ‚Valley of Death‘.

Ziel des bundesweiten Förderprojekts TransBIB ist es, den Transfer und die Skalierung bioökonomischer Innovationen zu beschleunigen:

✔️ Deutschlandweit Bioökonomie-Akteure „bottom-up“ vernetzen

Das TransBIB Transfernetzwerk verknüpft die Beispielregionen der industriellen Bioökonomie und bündelt Expertise in Forschung, Industrie und Politik, um skalierbare Technologien der Bioökonomie „bottom-up“ schneller für die Industrie zugänglich zu machen. TransBIB bildet den nationalen Rahmen zur Beschleunigung der Bioökonomie und fördert aktiv die Zusammenarbeit mit den für Bioökonomie zuständigen Landesministerien unter Einbeziehung des Bioökonomierats der Bundesregierung und der Dialogplattform industrielle Bioökonomie.

✔️ Inventur zum “One-Stop-Shop” Bioökonomie

Das Wissen zur Bioökonomie liegt bisher sehr verstreut und fragmentiert vor. TransBIB führt daher eine deutschlandweite Inventur von Industriestandorten und Datenbanken durch, um diese anschließend in einem neuen „One-Stop-Shop“ zu bündeln. Zusätzlich werden von Expertennetzwerken wichtige Bioökonomiethemen aufbereitet und zielgruppenspezifisch kommuniziert.

✔️ Vorhersage und Bewertung neuer biobasierter Wertschöpfungsketten

Um die Unabhängigkeit von Erdöl zu erreichen, sind neue biobasierte Wertschöpfungsketten erforderlich. Hierfür wird ein digitales Werkzeug angewendet, um Stoffströme in den Bespielregionen digital zu erfassen, nutzbar zu machen und so neue Wertschöpfungsnetze zu entwickeln. Diese werden dann hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit und Nachhaltigkeit bewertet und den Beispielregion zur Umsetzung vorgeschlagen.

✔️ Einfacher Zugang zu Themen der Regulation und Zertifizierung

Im Rahmen von TransBIB werden ein einfacher Zugang zu regulatorischen Fragen bzw. zur Zertifizierung für Unternehmen bereitgestellt und Vorschläge für deren Vereinfachung erarbeitet.

✔️ Schulung der Fachkräfte der Zukunft

Die Umstellung der Wirtschaft zu biobasierten-zirkulären Systemen erfordert neue Kompetenzen für die Fachkräfte der Industrie. TransBIB entwickelt daher zukunftsorientierte Schulungskonzepte, um einem Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken.

Gefördert wird das Projekt „TransBIB“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung der Nutzung und des Baus von Demonstrationsanlagen und von Beispielregionen für die industrielle Bioökonomie“ mit insgesamt über 5.6 Mio €. Projektträger ist die VDI Technologiezentrum GmbH. Die erste Förderperiode läuft 36 Monate von Oktober 2023 bis September 2026.
Das TransBIB-Konsortium besteht aus 14 Partnerorganisationen, darunter Hochschulen, Forschungsinstitute, Innovationscluster und Regionalentwicklungsgesellschaften sowie weiteren assoziierten Partnern und Unterauftragnehmern. Die Leitung des Verbundprojekts liegt an der Technischen Universität München bei Dr. Matthias S. Scholz.

TransBIB@TRK
Die TechnologieRegion Karlsruhe GmbH beteiligt sich im Rahmen des Projektes insbesondere in den Bereichen Vernetzung der Akteure und Regionen, Internationalisierung und Schaffung neuer Wertschöpfungsketten und Geschäftsfelder.
Kontakt: Dr. Petra Jung-Erceg | [email protected]

Weiterführende Links:
• Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK):
https://www.bmwk.de/Navigation/DE/Home/home.html
• BMWK Beispielregionen der industriellen Bioökonomie:
https://www.bmwk.de/Navigation/Karte/SiteGlobals/Forms/Formulare/karte-beispielregionen-formular.html?queryResultId=null&pageNo=0
• Bioökonomierat Bundesregierung:
https://www.biooekonomierat.de/
• Dialogplattform industrielle Bioökonomie:
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/industrielle-biooekonomie-wachstum-und-innovation.html
• Förderrichtlinie:
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/F/foerderrichtlinie-industrielle-biooekonomie.pdf?__blob=publicationFile&v=1
• Bioökonomie in der TechnologieRegion Karlsruhe:
https://trk.de/kernkompetenzen/biooekonomie/

Verkehrsminister Dr. Volker Wissing besichtigt Lithiumextraktionsoptimierungsanlage im rheinland-pfälzischen Landau

Erste Anlage zur Produktion von grünem Lithium im Tonnenmaßstab weltweit

Datum der Veröffentlichung:
29. November 2023

Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing hat am Samstag, den 25. November, die neu eröffnete Lithiumextraktionsoptimierungsanlage (LEOP) von Vulcan im rheinland-pfälzischen Landau besichtigt. Die LEOP wird weltweit die erste Anlage sein, die grünes, klimaneutrales Lithium im Tonnenmaßstab produziert. Der Verkehrsminister unterstrich bei seinem Besuch die Wichtigkeit der heimischen Rohstoffgewinnung für die deutsche und europäische Batterie- und Automobilindustrie. Mit Wissing besuchten auch Petra Dick-Walther, rheinland-pfälzische Wirtschaftsstaatssekretärin sowie Hans-Peter Behrens, Landtagsabgeordneter Baden-Württemberg, die Anlage von Vulcan. Bereits am Tag der offiziellen Eröffnung haben zahlreiche Kommunalpolitiker und Vertreter öffentlicher Belange, wie Dr. Dominik Geissler, Oberbürgermeister der Stadt Landau sowie Andreas Tschauder, Amtsleiter des Landesamts für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz, die Inbetriebnahme der LEOP gemeinsam mit Vulcan-Vertretern gefeiert.

Mit der LEOP eröffnet Vulcan auch die erste Anlage auf europäischem Boden, die im Tonnenmaßstab vollständig in Europa gewonnenes Lithium bereitstellen wird. Vulcan hat sich zum Ziel gesetzt, der weltweit erste Produzent grünen Lithiums bei gleichzeitiger Bereitstellung Erneuerbarer Energie zu werden. Mithilfe von Tiefengeothermie wird das Unternehmen Lithium aus der lithiumhaltigen, heißen Sole des Oberrheingrabens gewinnen und parallel Erneuerbare Energie für die Kommunen und die Industrie vor Ort zur Verfügung stellen. Vulcan strebt mit dem Projekt an, Europas erste sichere und nachhaltige Lithiumlieferkette auf den Weg zu bringen und die deutsche und europäische Batterie- und Automobilindustrie bei der Transformation hin zu einer klimaneutralen Zukunft zu unterstützen.

Über fast drei Jahre hinweg hatte Vulcan in Pilotanlagen in Insheim und Landau (Rheinland-Pfalz) die Lithiumgewinnung aus dem Thermalwasser des Oberrheingrabens über 18.000 Stunden erfolgreich getestet. Die Ergebnisse zeigen hohe Lithiumgewinnungsraten und eine Verwendung des getesteten Sorbens ohne Abnutzungserscheinungen über mehrere tausend Zyklen hinweg. Im Prozess nutzt Vulcan den unternehmensintern entwickelten Sorbens VULSORB®. Im Vergleich zu herkömmlichen Produkten weist dieser eine höhere Effizienz auf.

Der Verkehrsminister betonte bei seiner Besichtigung die Notwendigkeit einer heimischen Rohstoffproduktion mit Blick auf den Hochlauf der Elektromobilität. Die Europäische Union hat das Verbrenner-Aus bis 2035 beschlossen. Die Automobilindustrie ist auf den Bezug großer Mengen kritischer Batterierohstoffe angewiesen. Europa bezieht derzeit mehr als 80 % des benötigten Lithiums aus Raffinerien Chinas. Mit dem Critical Raw Materials Act sowie dem Net Zero Act hat die Europäische Union ihren Entschluss untermauert, die bestehende Abhängigkeit in diesem Bereich zu reduzieren. Heimische Rohstoffprojekte sollen gefördert werden.

„Was wir heute in Landau mit der neuen Anlage Vulcans sehen, ist eine kleine Revolution“, so Wissing bei seinem Besuch. „Das erste Mal wird eine Anlage vollständig in Europa produzierte Tonnen an Lithium herstellen – und das klimaneutral. Rohstoffgewinnung vor Ort ist der Schlüssel zu einer autarken und sicheren Versorgung Europas. Die Lithiumgewinnung aus Thermalwasser des Oberrheingrabens ist eine vielversprechende Möglichkeit mit hohem Potenzial, eine sichere, unabhängige Lithiumlieferkette in Europa aufzubauen. Das schafft neue Arbeitsplätze und stärkt den Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland.“

Erfolgreicher Austausch zum Thema Fachkräftesicherung in der Automobilwirtschaft in Rastatt

„Die Technologie von morgen muss heute gelernt werden.“

Datum der Veröffentlichung: 24. November 2023

Die Fort- und Weiterbildung der Transformationsprozesse in der Automobilwirtschaft braucht neue Kompetenzen, so Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) GmbH, der am 14. November in der Reithalle Rastatt vor ca. 60 Gästen durch die 5. Ausgabe des Business-Frühstück Transformation der Regionalen Automobilwirtschaft führte. Das gemeinsame Event von Automotive Engineering Networks (aen), Stadt Rastatt und TRK GmbH zeigte Unterstützungsoptionen, Fördermöglichkeiten und viele Best Practice-Beispiele – auch mit Blick auf Märkte und internationale Fachkräfte.

Die Transformation bringe große Veränderungen für Arbeitnehmer, erläuterte Rastatts scheidender Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch, gerade, weil Unternehmen auch in Dekaden denken würden: Es sei nötig, dass dabei auch über Grenzen hinweg vernetzt werde, so der Rathauschef, der für die thematische Behandlung des Themas dankte. Wichtig sei besonders, dass Kontakte auch zwischen Unternehmen entstehen und gepflegt würden, schließlich vollziehe sich der Wandel mitunter schon in den Unternehmen. „Das ist Risiko und Chance zugleich“, so Pütsch, gerade auch im Bereich der Mobilität, wo sich Schwerpunkte verschieben würden, „auch für die Politik!“

In einer Talkrunde mit Best-Practice-Beispielen teilten Julia Kraft, Personalleiterin beim Mobilitätsdienstleister Wackenhut GmbH & Co. KG und Dr. Falk Hartmann, Schulleiter der Carl-Benz-Schule Gaggenau, Einblicke in die Arbeit mit (angehenden) Azubis. Vor dem Hintergrund der sich verändernden Berufsbilder und dem Wandel der Technologie müssen alternative Antriebsarten, Sensortechnik und KI bereits in der Schule gelernt werden. Umso wichtiger sei ein intensiver Dialog zwischen Schule und Betrieb – die Technologie von morgen müsse heute gelernt werden. Die Diskussion zeigte, dass Wertschätzung der Arbeit, Identifikation zum Betrieb durch Aufbau von Emotionen und das Erhöhen des Stellenwertes der Ausbildung, Strategien zur Gewinnung und Bindung von Azubis sein können.

Die Thematik „Zukunftstechnologie KI“ – und welche Kompetenzen Fachkräfte für die anstehende Transformation benötigen, beleuchtete Marco Baumgartner vom Institut für Lernen und Innovation in Netzwerken (ILIN) der Hochschule Karlsruhe anhand des Projekts „KARL“ („Künstliche Intelligenz für Arbeit und Lernen in der Region Karlsruhe“). „KARL“ greift die Kompetenzen im KI-Kontext auf und untersucht die Implementierung dieser in Unternehmen.

Ob Umschulung, Teilqualifizierung, Weiterbildungsförderung für Beschäftigte in Betrieben oder Berufsberatung: Tanja Bäuerle und Steffen Dorst vom Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt gingen auf mögliche Förderungen in allen Phasen des Erwerbslebens ein. Niederschwellige Angebote seien dabei wichtig, die persönliche Ansprache ein Erfolgsfaktor durchaus auch im Betrieb. Bei einer Qualifikation gelte es, die Stärken zu stärken.

Die Weiterbildungsberatung als Querschnittsaufgabe zur Bewältigung des Fachkräftemangels beleuchtete Regine Zizelmann vom Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung Baden-Württemberg: Bildungsberatung sei durchaus auch ein Steuerungsinstrument und müsse zur Bekämpfung des Fachkräftemangels in die Unternehmen getragen werden.

Über die Gewinnung und Bindung internationaler Fachkräfte in der TRK referierte Petra Bender vom Welcome Center der TechnologieRegion Karlsruhe. Auch der internationale Ansatz der Fachkräftesicherung sei für die Region von enormer Bedeutung. Ob Unternehmen, Kommunen oder Forschungseinrichtungen: das Welcome Center bietet zielführende Beratung, von Rekrutierung über aufenthaltsrechtliche Fragen bis hin zur Integration ins Unternehmen.

Auf das Thema Beratungsgutscheine ging Tim Siegel von der Landeslotsenstelle Transformationswissen BW ein. So könnten unter anderem auch mittelständische Betriebe der Fahrzeugzulieferer von der Strategieberatung bis hin zu einer Prozess-Optimierung betreut werden.

Infos und weitere Termine unter www.ae-network.de und beim Karlsruhe Mobility Lab.

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